Czech TT Horice 2015

Hoch motiviert ging es für Didier Grams und sein Team W&G Motorsport am 22./23. August 2015 ins tschechische Horice wo die vorletzten IRRC Werungsläufe der Saison ausgetragen wurden.

Gut bestückt mit Bridgestonereifen neuester Stand und neuen 2D Elementen für´s Fahrwerksdata-recording (herzliches Dankeschön an Patrick Unger von „Motorrad Unger“ am Sachsenring, einer der top Ingenieure der MotoGP in Sachen Datarecording, der selbst am vorangegangenen Sonntag noch Zeit für uns gefunden hat) konnte am Samstag die Pole Position mit dem sagenhaften Vorsprung von einer ganzen Sekunde vor Lokalmatador Kamil Holan und dem Meisterschaftsführenden Sebastien LeGrelle herausgefahren werden. Der Tscheche Ales Nechvatal, seines Zeichens Doppelsieger des Vorjahres komplettierte die erste Startreihe. Nach perfekten Start übernimmt Didier Grams die Führung und kann sie bis in die sechste Runde auf knapp vier sek. ausbauen. Doch aus eben dieser kommt er nicht zurück. Sturz am Eingang Stadt, Vorderrad eingeklappt. Im Video sieht man, welches Glück hier im Spiel war.

In der Pause dann hecktisches Treiben in unserem Zelt aber Mann und Maschine stehen zum zweiten Lauf wieder am Start. Vielen Dank an der Stelle an die Firma GSG-Mototechnik deren geniale Sturzpads schlimmeres verhinderten. Man glaubt es kaum, aber Schleifspuren am Auspuff und eine verbogene Fussraste sind die direkten Sturzfolgen. Gebrochene Teile wie Bremsflüssigkeitsbehälter und Verkleidungshalter samt Tachoeinheit sind dem Aufprall am Prallsack geschuldet.

Leider stellten sich dann auf den Sturz zurückzuführende elektrische Probleme ein, die eine bessere Platzierung als Platz neun verhinderten.

Sebastien LeGrelle gewann das Rennen vor Holan und Nechvatal und ist ein würdiger neuer IRRC Champion. Gratulation von unserer Seite. Der Kampf geht weiter am 26./27. September zum Heimrennen in Frohburg. Der Vizetitel ist noch möglich. Der Organisator konnte einige TT-Stars für einen Start begeistern. Also weitersagen und see you in Frohburg.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Zurück auf der Erfolgsspur

Am letzten Juliwochenende gastierte die IRRC zu ihrer vierten Sitzung im belgischen Chimay.
Nicht zuletzt durch die tragischen Ereignisse des letzten Jahres reisten Didier Grams und sein Team W&G Motorsport mit etwas gemischten Gefühlen in die belgische Region Hennegau. Die Strecke wurde etwas umgebaut, eine Schikane und einige Reifenstapel entfernt. Die Veranstaltung lief ohne größere Zwischenfälle ab. Nebenbei bemerkt waren auf dieser Traditionsrennstrecke in den 70er Jahren Größen wie Barry Sheene oder Phil Read beim nicht zur WM zählenden „Grand Prix des Frontieres“ am Start.
Beim trockenen Freitagstraining ließ es Didier erst mal ruhig angehen. Verhalten an die neue Streckenführung herantasten war angesagt. Der provisorische fünfte Startplatz war das Ergebnis.
Leider liessen die schnellsten Rundenzeiten vom Samstag keine Startplatzverbesserung zu da es ununterbrochen regnete.
Sonntag Vormittag dann das erste IRRC Rennen bei trockener Strecke. Platz vier am Ende, mehr war nicht drin gegen die ehemaligen WM-Piloten Le Grelle und Lonbois. Auch Marc Fissette nutzte seinen Heimvorteil und komplettierte das Podium.
Nachmittag dann einsetzender Regen und Didier konnte den Vorteil der Bridgestone Regenreifen mit IRRC Sieg Nummer eins vor David Drieghe und Timothy Baken (beide BEL) zu seinen Gunsten nutzen.
Mehr unter: http://www.speedweek.com/irrc/news/79033/IRRC-Le-Grelle-und-Grams-gewinnen-in-Chimay.html
So gab es dann doch noch einen versöhnlichen Abschluss des Wochenendes und die Vorbereitungen laufen schon für das Rennen um die Goldene Grubenlampe im tschechischen Terlicko welches schon am kommenden Wochenende stattfindet.

(Fotos folgend schnellstmöglich)

Erster Sieg mit Bridgestone und Highsider in Ostende

Bei besten Bedingungen fand am 20. bis 21. Juli die dritte Sitzung der IRRC 2015 im Hafengelände der belgischen Stadt Ostende an der Nordsee statt. Diese vierzigjährige Jubiläumsveranstaltung sollte zugleich auch die letzte sein, da das Hafenviertel zum Wohngebiet umgebaut wird was dann wie anderswo auch üblich zum Widerstand und Protesten der Anwohner führen würde.
Didier Grams und sein Team W&G Motorsport startete vielversprechend ins Rennwochenende.
Man hatte sich zu Hause einige Gedanken bezüglich besserer Fahrwerksabstimmung der BMW S1000RR gemacht. Daß dabei in die richtige Richtung gearbeitet wurde bewies Didier mit der Pol Position sowohl in der IRRC wie auch der parallel stattfindenden ONK Klasse Superbike.
Der erste Sieg mit Bridgestone folgte dann am Rennsonntag Vormittag vor Vincent Lonbois und Sebastien Le Grelle im ONK Rennen und ließ auf einiges hoffen.
Beim folgenden Start der Klasse IRRC Superbike dann ein guter Start von Didier. Doch gleich rote Flagge und somit Abbruch in der ersten Runde. Didier hatte in der ersten Rechtskurve, in welcher zahlreiche Stürze mit zum Teil schweren Verletzungen zu vermelden waren, einen Highsider mit anschließendem Überschlag des Motorrades. Natürlich machte dieser Nuller alle Hoffnungen auf eine Verbesserung im Klassement zunichte.
Doch nach dem Rennen ist vor dem Rennen. Wie durch ein Wunder war der Fahrer unverletzt und das Bike in einem reparablen Zustand sodass wir nach fieberhafter Arbeit zum zweiten IRRC Rennen wieder antreten konnten.
Ein dritter Platz nach spannenden Zweikämpfen zwischen Le Grelle, Lonbois und Grams stimmte uns dann doch versöhnlich und zeigt dass wir auch mit den Bridgestone Reifen ganz vorn mit dabei sind.

Statement Didier: Ich fühlte mich zum erstenmal richtig wohl auf dem Bike. Der Sieg im ersten ONK Rennen liess auf mehr hoffen. Leider liess ich zum ersten IRRC Rennen neue Reifen aufziehen. Der hintere hatte wohl noch keinen richtigen Grip in der ersten Rechts. Highsider. Hab versucht den Lenker solange wie möglich festzuhalten um schlimmeres zu verhindern.
Der dritte Platz im Zweiten IRRC Rennen mit schmerzendem Handgelenk geht in Ordnung. Dank ans Team für die tolle Leistung bei der Instandsetzung der Unfallmaschine.

Albrecht: Wir waren auf einem guten Weg. Pol Position und Sieg im ersten Rennen unterstreichen das. Dann der Highsider. Sowas kann immer passieren. Ich frag mich wie der Kerl das noch abgefangen hat. Selber unverletzt und das Bike trotz zusätzlischem Überschlag relativ wenig beschädigt. Grosse Klasse. Die RaceFoxx Carbonteile haben auch viel abgefangen.

Oss 2015

Am Pfingstwochenende war die zweite Sitzung der IRRC 2015 im niederländischen Oss angesagt. Zunächst ein Kompliment an den Veranstalter Stichting Wegrace Oss, der den engen Zeitplan ohne große Verzögerung über die Bühne brachte. Immerhin waren außer den vier IRRC Rennen noch fünf weitere nationale Klassen mit jeweils zwei Rennen am Start.
Unsere Trainings verliefen vielversprechend. Didier konnte sich mit zwei Zehntel Sekunden Rückstand auf Sebastien Le Grelle auf Startplatz zwei Stellen, gefolgt von Vincent Lonbois (beide B), Johan Fredriks und Gaststarter Koen Zeelen (beide NL). Alle fünf Fahrer lagen innerhalb einer Sekunde. Diese Fünfergruppe war es dann auch, die im wilden Fight rundenlang um die Positionen kämpften.

Didier entschied sich jeweils nach einigen, nennen wir es mal mehr oder weniger harten Angriffen die Rennen als dritter bzw. vierter zu beenden (bereinigt nach IRRC – Wertung).
Besonderer Dank geht an die Firma Wieres, durch deren gelieferte Bremsenteile wir die Probleme des letzten Jahres (Überhitzung, Bremsversagen) verhindern konnten.
Mehr unter: www.speedweek.com

Mit 300 km/h auf der Chaussee

Didier Grams erreichte beim Vauxhall North West 200 in der mit über 60 Fahrern besetzten Superbike-Klasse den starken 11. Platz. Im Superstock-Rennen landete der BMW-Pilot auf dem 18. Rang.

Nicht ganz sorgenfrei reisten Didier Grams und sein Team Heidger Motorsport.de – W&G BMW zur Vauxhall International North West 200 Race Week, da es zum Saisonbeginn immer wieder kleinere technische Probleme gab, denen man nur schwer auf die Spur kam. Am Montagabend traf wie versprochen BMW-Ingenieur Kurt Böck an der Rennstrecke ein und kümmerte sich um die Elektronik-Probleme. Damit konnte Grams am Dienstag zuversichtlich das erste Training bestreiten.

«Wir konnten auf Daten und Erfahrungen bezüglich Fahrwerks-Abstimmung, Übersetzung und so weiter des letzten Jahres zurückgreifen», erklärte Technikchef Albrecht Wendritsch. «Auch die Prozedur von Maschinenabnahme und Trainingsablauf war uns vertraut, wir konnten die ganze Sache schon etwas entspannter angehen. Leider machten widrige Witterungs-Bedingungen mit Regen und Wind die Sache nicht einfacher.»

«Am Mittwoch war Ruhetag und am Donnerstag konnten wir bei besseren Bedingungen Startplatz 21 in der Superstock-Wertung und Position 27 bei den Superbikes herausfahren. Nach Stürzen von Paul Shoesmith und Sandor Bitter musste das erste Superstock-Rennen am Abend leider abgebrochen und auf Samstag verlegt werden.»

«Am Freitag hatten wir wieder frei und auch der Rennsamstag verlief zunächst miserabel. Schwere Stürze, bei denen Horst Saiger, Stephen Thompson und eine Zuschauerin verletzt wurden, verzögerten den Zeitplan vollständig, sodass wir letztendlich nur zwei Rennen zu Ende f​ahren konnten.»

Dank seiner cleveren Fahrweise und einem perfekt vorbereitetes Motorrad erreichten Grams den starken 11. Platz in der Superbike-Klasse, für die sich immerhin über 60 Teilnehmer eingeschrieben hatten. Gestartet wurde zeitversetzt in drei Gruppen zu jeweils 21 Fahrern. Mit einem 18. Platz im Superstock-Rennen bei ebenfalls über 60 gestarteten Fahrern konnte der 32-jährige BMW-Pilot d​as Vauxhal North West 200 zufrieden abschließen.

«Wir konnten feststellen, dass die Bridgestone-Slicks der Superbike-Renndistanz auf diesem Hochgeschwindigkeitskurs standhalten» berichtete Wendritzsch. «Natürlich wird auf dieser Strecke Mensch und Material extrem beansprucht. Den Aufwand von Straßen-Kehrmaschinen erspart man sich. Zertrümmerte Frontscheiben und Kühler durch Steinschläge sind keine Seltenheit. Vor allem bei Regen wird die Frontpartie regelrecht sandgestrahlt. Das ist eben pures Roadracing!»

Didier Grams selbst meinte: «Natürlich zehren die ständigen Unterbrechungen und die wechselnden Witterungsbedingungen am Nervenkostüm. Du weißt nie, mit welchen Reifen du raus sollst. Aber die größte Herausforderung ist der böige Wind. Wenn du mit 300 km/h auf der Chaussee daherkommst und eine Windböe erreicht dich, versetzt das Motorrad extrem.»

«Als Resümee bleibt festzuhalten, dass die Vauxhall International North West 200 Race Week erneut eine perfekt organisierte Veranstaltung mit tausenden rennsportbegeisterten Fans war. Deutsche Teilnehmer sind weiterhin Exoten, da alles von Briten beherrscht wird, trotzdem kommen wir gerne wieder.»

North West 200 – Ergebnis Superbike
1. Alastair Seeley (Nordirland), BMW, 5 Runden in 22.15,677. 2. Ian Hutchison (Großbritannien), Kawasaki, 0,305 sec zur. 3. Bruce Anstey (Neuseeland), Honda, +0,543 sec. 4. Lee Johnston (Nordirland), BMW. 5. Michael Rutter (Großbritannien), BMW. 6. John McGuinness (Großbritannien), Honda. Ferner: 11. Didier Grams (Deutschland), BMW. 16. Matti Seidel (Deutschland), BMW. 26. Toni Rechberger (Österreich), Suzuki.

North West 200 – Ergebnis Superstock
1. Lee Johnston (Nordirland), BMW, 5 Rennen in 22.17,138. 2. Alastair Seeley (Nordirland), BMW, 0,192 sec. zur. 3. Ian Hutchinson (Großbritannien), Kawasaki, +0,419 sec. 4. Michael Dunlop (Nordirland), Yamaha. 5. William Dunlop (Nordirland), BMW. 6. Martin Jessopp (Großbritannien), Kawasaki. Ferner: 18. Didier Grams (Deutschland), BMW. 19. Matti Seidel (Deutschland), BMW. 30. Toni Rechberger (Österreich), Suzuki.

 

Und hier noch das Interview von unserem Rennfahrer.